Adventure Research
austriamongolexpress Tag 16.

Mongol Ells: laut karte folgen wir der strasse im süden des flusses (dies stellt sich allerdings wiedereinmal als fehler des kartenmaterials heraus, da die sgn. hauptverbindungsroute natürlich im norden angelegt wurde).
trotzdem war es landschaftlich und fahrtechnisch (incl. der flussdurchquerung) ein anspruchsvoller und sehr netter tag.)
am abend treffen wir auch das deutsch spanische team wieder, die es mit ihrem 205peugot tatsächlich auch über die pässe geschafft haben, nun aber doch den einfacheren und für ihr fahrzeug besseren weg nehmen wollen.
auch eine andere rally durchzieht ulastai, diese allerdings etwas ps stärker und mit betreuerteams, auf die wir ganz neidisch schauen.
die motorradsektion dieser sektion stellt sich als rein österreichisches markenfestival dar, da alle piloten (am heutigen tag 650 km incl sonderprüfungen) auf ktm 640lc unterwegs sind. wie wir von einem dt. piloten erfahren dauert diese rally 6 Wochen und startet und endet diese rally allerdings in ub.

Tag 17.
Ulastai nach Mörön im Regen und Schnee.
Der Morgen beginnt schon mal gut: es regnet, wie die wolken der letzten tage schon angekündigt hatten.
nachdem wir den ersten pass erklommen und auf lt. karte 2550 metern geklettert waren wandelte sich dieser regen auch der aussentemperatur entsprechend in schnee, der die grünen wiesen in weisse felder verwandelt.
für unsere suzi ist das alles kein problem, nur wir sorgen uns um sie aufgrund der motortemperatur. hatten wir in den letzten tagen eher das problem von zu hoher kühlwassertemperatur sobewegt sich heute der zeiger von der minimummarke garnicht weg. vielleicht auch nicht nur wegen der niedrigen aussentemperaturen sondern auch weil wir die innenraumheizung in betriebnehmen mussten. somit decken wir den grill behelfsmässig ab, damit sich im motorraum mehr wärme bilden kann. unsere suzi lässt dies allerdings kalt (uns ebenfalls in jeden mitgebrachten pullover gehüllt).
auch den nächsten pass haben wir schnell erklommen, leider dank fehlender sonne als navigationsbehelf den falschen. wie schon öfter stimmte die karte mit den tatsächlichen strassenverläufen nicht überein und somit haben wir tatsächlich eine kreuzung 2er hauptverbindungsstrassen übersehen. problemlos finden wir diese nach einer einstündigen suche und nehmen in unser wörterbuch für nie benötigte worte im mongolischen sprachschatz das wort: wegweiser mitauf. wir finden diese kreuzung natürlich nicht, folgen aber einer telegraphenleitung die ja irgendwohin gehen muss.
der schnefall ist nun wieder zu regen geworden und verwandelt die nichtstrassen in definiitiv echte bäche wenn sie ein gefälle aufweisen und in seen sobald wir uns eben bewegen.
der passumweg kostet uns auch 2 stunden womit uns vor dem letzten bergpass vor mörön auch die dunkelheit überrascht.
beide wollen wir nicht im regen campieren und beschliessen, die letzten 30-60km auch in dunkelheit fortzusetzen.
da auch bei tagslicht die tiefe oder untiefe der lacken auszumachen war, macht es auch keinen unterschied, diese strecke bei finsterniss zu befahren. erfreulicherweise bewegen sich doch schon 20 bis 30 km vor mörön (es waren doch 60 km distanz) einzelne fahrzeuge, die sich durch das unwegsame gelände kämpfen und uns einen eindeutigen hinweis auf urbane zivilisation hinterlassen.
um mitternacht erreichen wir mörön und leider ist das erste hotel (mit angeblich warmer dusche) ausgebucht. das 2. hotel (auch hier gibt es dusche am zimmer) hat leider kein warmes wasser...)

Tag 18.
Mörön und sonst nichts.
ausnahmsweise haben die anstrengungen des letzten tages nicht unseren käfig beschädigt, doch nun verlieren wir die stossstange, an der der käfig hinten befestigt war. auch ein schon in ulastai nachgekaufter bolzen war von geringer beständigkeit, aber auch hier wird der mann mit der sonnenbrille gefunden und verrichtet sein tagwerk. die löhnung die wir ausländer hier leisten ist warscheinlich ein wochenlohn von ihm aber wir sind trotzdem sehr dankbar, da ohne hinter stossstange der gesammte käfig verlustig gehen würde. so wird nun auch diese angeschweisst.
nach einem besuch des angeblich 2. grössten schwarzmarkts in der mongolei (arme marketender muss man sagen... ausser den händen der dort feilbietenden war nichts wirklich schwarz dort) finden wir ein internetcafe incl. english school class. dort werden auch gleich einige photos von uns mit nicht ganz der englischen sprache mächtigen jungen damen gemacht, wir vermuten, dass wir als ausländer die lehrer stellen sollten, jedenfalls auf den photos.
den restlichen tag gönnen wir suzi und uns als erholung nach den gestrigen regenfällen. es fällt auch garnicht schwer, hier bei den vorliegenden angeboten der gastronomischen unternehmungen abwechslung zu finden. nach einem ca. 1,5h rundgang durch die "innenstadt" ( das heisst 4 mal vor und zurück) überwinden wir uns doch und betreten ein türähnliches dunkles loch mit farbenfroher aufschrift. allerdings des mongolischen in wort uns schrift noch immer nicht ganz fliessend entdecken wir hinter dem loch eine durchaus akzeptabel mongolische diskothek die im laufe des abends auch von zahlreichen einheimischen unterschiedlichsten schlages frequentiert wird und wir verbringen einen angenehmen abend, der durchaus auch durch einige einladungen begleitet wird: "ruski o niet ruski?).



Tag 19.
Mörön nach Bulgan
die letze der auf der karte eingezeichneten über 300km etappe. erst gut beginnend aber danach oho. nachdem wir nun glauben, bulgan in 70 km bald erreicht zu haben taucht ein neues naturschauspiel und auch hindernis hinter uns auf: ein kleines gewitter. dies bringt einen kleinen sandsturm und hagel mit sich. erst als einzelne uns entgegenkommende fahrzeuge kehrwendend plötzlich in unsere richtung davonfahren erkennen wir den ernst der lage. bei diesem lockeren strassenbau reicht schon ein mittelstarkes gewitter um die strasse komplett auszuspühlen und somit unpassierbar zu machen. da wir nicht vorhaben und es auch nicht geplant war, die nächsten stunden oder vielleicht auch tage, zw. mörön und bulgan im niemandsland zu verbringen folgen wir den gewitterflüchtigen in unkenntnis der strasse durch den mittlerweise eingesetzten sandsturm. bei teilweise sichtbedingungen von 2 - 3 metern sind wir nun schon öfter am zweifeln, ob wir den auf der motorhaube montierten reservereifen nicht schon verlohren haben. zum glück dreht der wind und das gewitter schlägt eine anderer richtung ein. hinterlässt uns dabei einen wunderschönen durchgehenden regenbogen.
nun kann der fahrt nach bulgan nichts mehr im wege stehen glauben wir. sind ja nur noch 40 km.
auch für 40 km kann man in der mongolei über 3 stunden brauchen. das schlechteste was wir hier an nichtstrassen erleben mussten. und dies bei wiedereinmal einsetzender dunkelheit. bis wir bulgan nun erreicht hatten ist es wiedereinmal gänzlich nacht geworden und wir können uns über das tolle angebot der vorhandenen hotels erfreuen. kein einziges haus in deiser tollen stadt lässt sich als hotel identifizieren. so kurven wir 3 mal durch den wahnsinnsort (10 minuten) um festzustellen, dass wir wiedereinmal in unkenntnis was sich dahinter verbirgt, eines der beleuchteten häuser aufsuchen zu müssen in der hoffnung auf erfolg. und tatsächlich: first try first hit. eine unterkunftgebende organisation und bei genauem hinschauen auch etwas wie nach einer aufschrift hotel aussehen.


Tag 20.
Bulgan über Erdenet nach Dalhan und zum Ziel
Welch erstaunen. nach dem letzen tag fahren wir die aussfahrtsstrasse aus bulgan und erwarten wie immer nach jeder ansiedlung das ende der asphaltstrasse nach den nächsten 100 metern. statt dessen: eine hervorragend ausgebaute mautstrasse (gebühr 500 turki somit ca. 30 cent.). damit besichtigen wir erst erdenet, dass sich als aufstrebendes industrie dörflein nauch unseren gesichtspunkten, in der mongolei als 2. grösste stadt darstellt. soviel zivilisation sind wir nicht gewohnt und beschliessen, nach ub durchzufahren. bis ub hervorragende asphaltstrasse und wir schaffen diese 400 km in 5 stunden.
an der ortseinfahrt von ub wird nochmals die fast noch weisse garnitour vom start hervorgekramt und zu klängen des donauwalzers die ziellinie überfahren.
begrüssung des organisationsteams: take your papers and follow.
na ja das hatten wir uns anders vorgestellt und ertränken unseren frust in einem 0,3l bier, dass uns von der organisation gesponsert wurde.
allerding ist das treffen mit anderen teams, besonders von nordgrenzen fahrern deren autos noch immer an dieser grenze stehen sehr freundlich und wir können deren frust über die organisation nur erahnen. nichts desdo trotz waren die letzen tage ein wahnsinns erlebnis und die mühen und den frust und staub wert. diese eindrücke und erlebnisse werden nurnoch von den eindrücken des nachfolgenden ausflugs ins kindercamp, für dessen zweck ja das ganze geld gesammelt wurde, überboten.

Tag 21.
sonntag. nichts neues in ub. auch keine echte finish line, wird für morgen versprochen.

Tag.22.
montag noch immer keine finish line dafür in ub verhaftet (sind 8 personen am dach zu viel? na wurde eh nur roman am steuer verhaftet und mit 20.000 turki wieder ausgelöst).

Tag. 23.
dienstag: die finish line ist fertig (musste sie ja auch, da das fernsehen sich angesagt hatte). es wird das kinderdorf, für das das geld gesammelt wurde besucht. rührend und ergreifend.
Tag. 24.
mittwoch: Ub und bier

Tag. 25.
donnerstag: suszi ad und flug nach peking

Most recent blog...


At 11:46 on 20-08-2008 Peter said...
Tag 16.

Mongol Ells: laut karte folgen wir der strasse im süden des flusses (dies stellt sich allerdings wiedereinmal als fehler des kartenmaterials heraus, da die sgn. hauptverbindungsroute natürlich im norden angelegt wurde).
trotzdem war es landschaftlich und fahrtechnisch (incl. der flussdurchquerung) ein anspruchsvoller und sehr netter tag.)
am abend treffen wir auch das deutsch spanische team wieder, die es mit ihrem 205peugot tatsächlich auch über die pässe geschafft haben, nun aber doch den einfacheren und für ihr fahrzeug besseren weg nehmen wollen.
auch eine andere rally durchzieht ulastai, diese allerdings etwas ps stärker und mit betreuerteams, auf die wir ganz neidisch schauen.
die motorradsektion dieser sektion stellt sich als rein österreichisches markenfestival dar, da alle piloten (am heutigen tag 650 km incl sonderprüfungen) auf ktm 640lc unterwegs sind. wie wir von einem dt. piloten erfahren dauert diese rally 6 Wochen und startet und endet diese rally allerdings in ub.

Tag 17.
Ulastai nach Mörön im Regen und Schnee.
Der Morgen beginnt schon mal gut: es regnet, wie die wolken der letzten tage schon angekündigt hatten.
nachdem wir den ersten pass erklommen und auf lt. karte 2550 metern geklettert waren wandelte sich dieser regen auch der aussentemperatur entsprechend in schnee, der die grünen wiesen in weisse felder verwandelt.
für unsere suzi ist das alles kein problem, nur wir sorgen uns um sie aufgrund der motortemperatur. hatten wir in den letzten tagen eher das problem von zu hoher kühlwassertemperatur sobewegt sich heute der zeiger von der minimummarke garnicht weg. vielleicht auch nicht nur wegen der niedrigen aussentemperaturen sondern auch weil wir die innenraumheizung in betriebnehmen mussten. somit decken wir den grill behelfsmässig ab, damit sich im motorraum mehr wärme bilden kann. unsere suzi lässt dies allerdings kalt (uns ebenfalls in jeden mitgebrachten pullover gehüllt).
auch den nächsten pass haben wir schnell erklommen, leider dank fehlender sonne als navigationsbehelf den falschen. wie schon...[Read More]

 
    The One and Only Mongol Rally 10,000 miles of adventure to Mongolia in a tiny car.     Prometheus Medical sponsor the Adventurists       Buff wear sponsor the Mongol Rally        Lifeventure sponsor The Adventurists    Roamacall Sponsor the Mongol Rally 2009
©TM The League of Adventurists International Ltd.
Site by the mighty buckle consulting | buckle hosting